Am 01. und 02. März 2018 fand die 24. Ostthüringer Regionalmesse „Jugend forscht- Schüler experimentieren“ unter dem Leitspruch „Spring!“ im Kulturhaus Rositz statt. Die Wirtschaftsvereinigung Altenburger Land, Metropolregion Mitteldeutschland e.V. als Patenträger organisierte mit der Unterstützung von 90 (!) Sponsoren aus Betrieben und Einrichtungen sowie Privatpersonen eine rundum gelungene Veranstaltung mit einem zweitägigen, abwechslungsreichen Rahmenprogramm. Allen Sponsoren gebührt dafür ein herzliches Dankeschön.

107 Teilnehmer(innen) präsentierten 53 Projekte. 27 Projekte mit 57 Teilnehmern entfallen auf „Jugend forscht“ und 26 Projekte mit 50 Teilnehmern auf die Sparte „Schüler experimentieren“, womit die Nachwuchssparte auf Augenhöhe mit den Jugendlichen ist. Insgesamt beteiligten sich 19 Ostthüringer Schulen. Dabei dominiert das Altenburger Land mit 57 % der eingereichten Projekte vor der kreisfreien Stadt Gera (17 %) und dem Landkreis Greiz (15 %). Das Friedrichgymnasium Altenburg führt die Rangliste souverän mit 14 Projekten an, gefolgt vom Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz (6) und dem Roman-Herzog-Gymnasium Schmölln (5). Positiv ist die zunehmende Beteiligung von Grundschulen, während nur eine Berufsschule (J.-F.-Pierer-Schule Altenburg) und 2 Regelschulen (INSOBEUM Rositz und „Am Eichberg“ Schmölln) beteiligt waren. 7 Schulen erhielten für 2 bzw. 4 und mehr eingereichte Arbeiten eine Anerkennungsprämie von 100 €.

Schwerpunktgebiete sind Arbeitswelt und Technik mit jeweils 10 Projekten sowie Mathematik/ Informatik (9), Geo- und Raumwissenschaften (8) und Biologie (7). Eine 30-köpfige Jury von Vertretern aus Schulen, Betrieben und Einrichtungen bewertete die eingereichten Arbeiten und nahm die Verteidigung vor Ort ab. Sie bescheinigte den Nachwuchswissenschaftlern ein gestiegenes Niveau der eingereichten Projekte, vor allem in der praktischen Umsetzung.

Hervorzuheben ist u.a. die 12-jährige Inga Lovisa Endtmann vom Friedrichgymnasium Altenburg, die mit ihre Projekten „Schlafen Gänseblümchen länger“ in Biologie und „Festgeklebt & eingeschlossen für die Ewigkeit?- Pollen in Harz und Bernstein“ in Chemie jeweils den ersten Platz belegte und zusätzlich den plus-Mint Sonderpreis (75 €) für ein interdisziplinäres Schülerprojekt erhielt. Ebenfalls Doppelstarter waren der 14-jährige Malte Reinstein vom Friedrichgymnasium Altenburg in Mathematik (1. Platz) und Physik (2. Platz zusammen mit Rudi Hänsch) sowie die 12-jährige Kati Schöne vom Roman-Herzog-Gymnasium Schmölln in Arbeitswelt (2. Platz zusammen mit Mara Leuschner und Johanna Wiechert) und Technik (Sonderpreis Umwelttechnik zusammen mit Timo Freytag). Als bestes interdisziplinäres Projekt wurde das Projekt „Die Milchviehproduktion im Saale-Orla-Kreis“ von den 10-jährigen Finley Hellfritzsch und Maria-Sophie Schneider von der Staatlichen Grundschule Gefell ausgezeichnet, welches außerdem den Sonderpreis des Mauritianums Altenburg erhielt. Erwähnenswert ist noch der 16-jährige Kevin Krüger von der J.-F.-Pierer-Schule Altenburg, der mit seinem Projekt „Digitale Bibliothek Metall“ nicht nur Sieger im Fachgebiet Arbeitswelt, sondern auch noch mit den Sonderpreisen der Landrätin des Altenburger Landes und der Firma bluechip Meuselwitz geehrt wurde.

Die Öffentlichkeit konnte sich vor Ort von der Begeisterungsfähigkeit und dem Forschergeist unseres wissenschaftlichen Nachwuchses hautnah überzeugen. In einer würdigen Abschlussveranstaltung im Beisein des Thüringer Finanzstaatssekretärs Dr. Hartmut Schubert, der Landrätin des Altenburger Landes, Frau Michaele Sojka, und des Bürgermeisters von Rositz, Herrn Steffen Stange, von Vertretern aus Politik und Wirtschaft sowie von Eltern und Lehrern wurden die Preisträger in 15 Kategorien gekürt.

Zusätzlich zu den 37 Podestplätzen konnten 43 lukrative Sonderpreise vergeben werden. Sechs Projekte „Jugend forscht“ und neun Projekte „Schüler experimentieren“ mit insgesamt 22 Teilnehmern werden als Sieger dieses Wettbewerbs die Region Ostthüringen beim Landesfinale am 10. und 11. April in Jena vertreten.

Heinz Teichmann
WAMM e.V.
Patenbeauftragter

Dirk Heyer
Wettbewerbsleiter