Von der Insolvenz zum globalen Player: WAMM e.V. zu Besuch bei SCHMITZ FEUERWEHRTECHNIK

Ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Ostdeutschland, echte Ingenieurskunst und eine Erfolgsgeschichte, wie man sie nicht alle Tage erlebt: Rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des WAMM e.V. erhielten beim Unternehmensbesuch bei SCHMITZ FEUERWEHRTECHNIK in Nobitz faszinierende und tiefe Einblicke in die Historie sowie die hochspezialisierte Fertigung.

Wo heute hochmoderne Hilfs- und Löschfahrzeuge die Halle verlassen, begann 2023 ein mutiger Neuanfang. Nach der Übernahme aus der Insolvenz bauten die Geschäftsführer Herr Manns und Herr Bocklage das deutsche Familienunternehmen von Grund auf neu auf. Was damals mit gerade einmal 16 Mitarbeitenden seinen Anfang nahm, hat sich heute zu einem dynamischen und international gefragten Komplettanbieter für Feuerwehr- und Katastrophenschutztechnik entwickelt.

Maßarbeit aus der Region – auf Wachstumskurs

Beim gemeinsamen Rundgang durch die Fertigungshallen wurde schnell deutlich, was SCHMITZ FEUERWEHRTECHNIK ausmacht: Statt Fließbandware entsteht hier jedes Fahrzeug als maßgeschneidertes Unikat, exakt abgestimmt auf die individuellen Anforderungen der jeweiligen Feuerwehr. Diese hohe Flexibilität verdankt das Unternehmen seiner enormen Inhouse-Kompetenz – von den ersten Konstruktionszeichnungen bis zur finalen Fertigung von Lösch- und Katastrophenschutzfahrzeugen, mobilen Stromerzeugern oder Feldküchen geschieht alles unter einem Dach. Dass dieses Konzept aufgeht, beweist die dynamische Standortentwicklung: Allein im Werk Nobitz wuchs die Belegschaft innerhalb von zwei Jahren auf 180 Mitarbeitende an. Zusammen mit den Standorten in Farnstädt (56 Mitarbeiter und der Fertigung von Kleinfahrzeuge) sowie Kroatien (Standort der Sonderfahrzeugfertigung) wächst das Unternehmen stetig. Am hiesigen Standort soll die Produktion von aktuell 8-10 auf bis zu 12 Fahrzeuge pro Monat gesteigert werden.

Weltweit im Einsatz, in der Region zu Hause

Das Motto „It’s Schmitz“ wird auch in der Belegschaft gelebt: Zahlreiche Mitarbeitende sind selbst in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv und lassen ihr praktisches Wissen direkt in die Entwicklung einfließen.

Die Entscheidung für den Standort Ostdeutschland wurde sehr bewusst getroffen. Flugfeldlöschfahrzeuge und Spezialtechnik aus Nobitz sind von London über Taipeh bis ins usbekische Taschkent im Einsatz. Das Gesamtpaket wird durch engmaschige Partnerschaften mit Fahrgestellherstellern, umfassende Serviceleistungen und eigene Financial Services abgerundet.

 

Die Weichen für die Zukunft sind gestellt

Auch für die kommenden Jahre stehen die Zeichen klar auf Expansion: Neben neuen Produktionsflächen soll auch eine moderne Auslieferungseventhalle mit eigener Gastronomie entstehen, um den Wehren bei der Übergabe ihrer neuen Fahrzeuge ein rundum besonderes Erlebnis zu bieten.

Der WAMM e.V. bedankt sich herzlich bei der Unternehmensleitung von SCHMITZ FEUERWEHRTECHNIK für die äußerst informativen Einblicke und wünscht für die anstehenden Meilensteine weiterhin viel Erfolg!