Wie steht es um die wirtschaftliche Zukunft unserer Region? Die Wirtschaftsvereinigung hat die Thüringer Ministerin für Wirtschaft, Infrastruktur, Energie und Technologie, Colette Boos-John, zum Interview geladen, um die drängendsten Fragen des Standorts Altenburg und des Freistaats zu diskutieren.
Im Format „Bube & Dame“ gehen Mandy Kasel und Helge Klein in den fachlichen Austausch, um aktuelle Rahmenbedingungen für Unternehmen zu analysieren und strategische Weichenstellungen zu hinterfragen.
Die Themenschwerpunkte im Überblick:
Wirtschaftsstandort Thüringen & Altenburg: Eine aktuelle Einordnung der regionalen Situation sowie die Analyse von Stärken und Herausforderungen im überregionalen Vergleich.
Bürokratie und Entscheidungsprozesse: Der unternehmerische Alltag zwischen Verwaltungsgeschwindigkeit und dem dringenden Wunsch nach Verfahrensbeschleunigung und Entbürokratisierung.
Fachkräfte und Arbeitsmarkt: Die aktuelle Lage der Fachkräftesicherung sowie die künftige Rolle von Qualifizierungsmaßnahmen und internationaler Akquise.
Förderprogramme und Wirtschaftspolitik: Die Wirksamkeit und Zugänglichkeit bestehender Unterstützungsangebote sowie deren gezielte Nutzung innerhalb des Altenburger Landes.
Perspektiven und Landesentwicklung: Strategische Prioritäten für Wachstum und Innovation, die Rolle der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) sowie konkrete Vorhaben und messbare Erfolge in unserer Region.
Im Interview spricht die Ministerin ein zentrales Anliegen an – den dringend notwendigen Bürokratieabbau, bei dem Boos-John vor allem auf eine stärkere Digitalisierung und moderne Planungsverfahren im Bauwesen setzt. Angesichts des demografischen Wandels und des spürbaren Fachkräftemangels forderte sie zudem eine konsequente Weiterbildung sowie gezielte Einwanderungsprogramme für internationale Arbeitskräfte. Um die lokale Wirtschaft weiter zu stärken, wies Boos-John auf die vielfältigen Unterstützungsangebote der Landesentwicklungsgesellschaft und der Thüringer Aufbaubank hin.
Langwierige Infrastrukturprojekte, wie die Anbindung der B7 an die A72, sollen durch neue Beschleunigungsgesetze und digitale Beteiligungsformate künftig deutlich zügiger umgesetzt werden. Einen zukunftsweisenden Ausblick gab die Ministerin bezüglich des Flughafens Altenburg-Nobitz, der sich als Erprobungsraum für moderne Mobilitätskonzepte wie Lufttaxis etablieren könnte. Abschließend zeigte sich Boos-John zuversichtlich, dass das transformationserprobte Altenburger Land mit der richtigen Infrastruktur und Innovationskraft eine vielversprechende wirtschaftliche Zukunft vor sich hat.
Das Interview bietet einen umfassenden Einblick in die wirtschaftspolitische Agenda und zeigt auf, welche Impulse in den kommenden Jahren für Altenburg und Thüringen zu erwarten sind.



